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Durst nach Gerechtigkeit – der israelisch-palästinensische Wasserkonflikt

Amnesty International Berliner Gruppe 1180 und die Freie Universität Berlin, Arbeitsstelle Politik des Vorderen Orients laden herzlich ein zum Vortrag zum Thema

Durst nach Gerechtigkeit - der israelisch-palästinensische Wasserkonflikt

am Mittwoch, den 30. Juni 2010 von 18 – 20 Uhr
An der Freien Universität, Otto-Suhr-Institut
Ihnestr. 22, Raum 22/G

Mit:

Dr. Christiane J. Fröhlich, Soziologin mit dem Schwerpunkt Friedens- und Konfliktforschung Petra Schöning, Amnesty International Expertin zu Israel und den besetzten palästinensischen Gebieten

Die Veranstaltung wird von Prof. Dr. Cilja Harders, Leiterin der Arbeitsstelle Politik des Vorderen Orients am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft, moderiert.

Konfliktfaktor Wasser

Seit dem Sechs-Tage-Krieg von 1967, der mit der Besetzung der West Bank und des Gazastreifens durch die israelische Armee endete, wird die Wasserversorgung in den besetzten Gebieten vollständig von Israel kontrolliert. Für den Bau von Brunnen benötigen seitdem Palästinenser eine Genehmigung der israelischen Behörden. Hunderte Dörfer haben keinen direkten Zugang zu Wasser. Der Sicherheitszaun/die Mauer schneidet palästinensische Bauern zusätzlich von lebensnotwendigen Wasserquellen ab. Der durchschnittliche palästinensische Verbrauch liegt heute bei ca 60 Liter/Person/Tag, der israelische Verbrauch bei ca 280 Litern/Person/Tag. Israel als Besatzungsmacht ist nach der Genfer Konvention verpflichtet, unter anderem für einen angemessenen Lebensstandard der palästinensischen Bevölkerung zu sorgen, d.h. auch für eine ausreichende Wasserversorgung.

Ein Vortrag über den Wasserkonflikt

Der erste Vortrag führt ein in die Rolle des Wasser als Ressource in inter- und subnationalen Konflikten. Am Beispiel des Nahen Ostens wird aufgezeigt, was Wasserknappheit im täglichen Leben bedeutet, welche Lösungskonzepte existieren und welche Hindernisse auf dem Weg zu einer gerechteren Verteilung zu überwinden sind. Weiter wird über den im Oktober 2009 erschienen Amnesty International Bericht: „Troubled Waters – Palestinians Denied Fair Access To Water“ berichtet. Amnesty fordert, alle Beschränkungen des Zugangs zu ausreichend Wasser für die Palästinenser aufzuheben, die Bevorzugung der Siedlungen zu beenden, die Blockade des Gazastreifens einzustellen und die Instandsetzung und Instandhaltung der dortigen Wasser- und Abwasserinfrastruktur zu bewilligen.