Amnesty International Gruppe 1180

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Gruppe 1180

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13.10.2012

Einsatz gegen Hauszerstörungen in Ostjerusalem und dem Westjordanland

Unsere Gruppe veranstaltete am 13.10.2012 eine Aktion am U-Bahnhof Südstern, um auf die Zerstörung palästinensischer Häuser durch die israelischen Behörden aufmerksam zu machen.

Dazu stellten wir fünf selbstgebaute „Zelte“ auf und sammelten Unterschriften für Petitionen, in denen Amnesty die israelischen Behörden dazu aufruft, diese völkerrechtswidrige Praxis zu unterlassen. Zusätzlich gab es vier Infoständer, die anhand von Beispielen über Hauszerstörungen informierten.

Ein Beispiel unter vielen betroffenen sind die Jahalin Beduinen, die davon bedroht sind, zwangsweise aus ihrer Heimat nahe Jerusalem vertrieben und in ein Areal umgesiedelt zu werden, dass etwa 300 Meter von der Jerusalemer Mülldeponie entfernt liegt. Drei weitere Beispiele sind Hadydia/ Humsa, Ost-Jerusalem und die South Hebron Hills.

Da Israels Aktionen als Besatzungsmacht an die Vierte Genfer Konvention gebunden sind, untersagt Artikel 49 „zwangsweise Transfers einzelner oder Gruppen von Personen…ungeachtet jedweder Motive….“ Für Artikel 147 stellen illegale Umsiedlungen, die widerrechtlich und willkürlich durchgeführt werden, einen groben Bruch der Konvention und damit ein Kriegsverbrechen dar.

Die Aktion stieß insgesamt auf großes Interesse und es konnten 160 Unterschriften gesammelt werden.